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Frage

Guten Tag,

ich würde gerne wissen, ob es für die Kirche zulässig ist, dass jemand einer bestimmten Kirche den Vorrang gibt und beispielsweise lieber in der Stadt als in einer Dorfkirche die Hl. Messe besucht.

Kann man sich die Kirche aussuchen?

Außerdem würde ich gerne wissen, ob es notwendig ist zur Beichte zu gehen, bevor man die Kommunion empfängt.

Wie oft sollte man denn zur Beichte gehen?

Ich danke Ihnen für die Antwort.


Antwort des Priesters

Lieber Besucher, 

1. es ist immer gut, an der Messe der Pfarrgemeinde wo man ansässig ist, teilzunehmen.

Aber wenn einer sich besser fühlt, in eine andere Kirche zu gehen, steht es ihm frei, dies zu tun.

Vor allem, wenn er darin einen größeren spirituellen Vorteil findet.

2. Um die heilige Kommunion zu empfangen, muss man im Stand der Gnade sein.

Das bedeutet also, dass wenn jemand eine schwere Sünde begangen hat (zum Beispiel ohne schwerwiegenden Grund am Sonntag oder an einem gebotenen Feiertag, den Gottesdienst versäumen, Lästerung, Unreinheiten), er diese zuerst in der sakramentalen Beichte bekennen muss.

3. Der Zeitabstand ist jedem selbst überlassen.

Grundsätzlich gilt folgendes Kriterium: wenn sich jemand einer Todsünde bewusst ist, ist es gut, so schnell wie möglich zu beichten.

Auf jeden Fall muss er dies erledigen, bevor er die heilige Kommunion empfängt, da er sonst ein Sakrileg begeht.

4. Zur Förderung des geistlichen Lebens wird allen und daher auch denen, die stabil in Gottes Gnade leben, eine regelmäßige und häufige Beichte empfohlen.

In diesem Fall ist es ratsam, vorzugsweise immer zum gleichen Beichtvater zu gehen, damit er wie eine Art geistlicher Seelenleiter wird.

5. Was die Häufigkeit der Beichte betrifft, wenn es nur um lässliche Sünden geht, ist es gut, monatlich zu beichten. Viele tun es jeden ersten Freitag des Monats.

Aber wenn man das Bedürfnis verspürt, öfters beichten zu müssen, ist es lobenswert, zweimal im Monat zur Beichte zu gehen.

Optimal wäre jede Woche.

Es versteht sich von selbst, dass die Beichte kurz zu sein hat.

6. Der Katechismus der Katholischen Kirche sagt über die Häufigkeit der Beichte folgendes:

“Es ist Vorschrift der Kirche, dass “jeder Gläubige nach Erreichen des Unterscheidungsalters die schweren Sünden, deren er sich bewußt ist, wenigstens einmal im Jahr beichtet” [Codex des kanonischen Rechtes , 989].

Wer sich bewußt ist, eine Todsünde begangen zu haben, darf selbst dann, wenn er tiefe Reue empfindet, die heilige Kommunion nicht empfangen, bevor er die sakramentale Absolution erhalten hat [Vgl. K. v. Trient: DS 1647; 1661], außer wenn ein schwerer Grund vorliegt zu kommunizieren, und es ihm nicht möglich ist zu beichten.

Die Kinder müssen, bevor sie zum ersten Mal die heilige Kommunion empfangen, zur Beichte gehen [Vgl. CIC, can. 914]”(CCC 1457).

7. “Das Bekenntnis der alltäglichen Fehler, der läßlichen Sünden, ist genaugenommen nicht notwendig, wird aber von der Kirche nachdrücklich empfohlen [Vgl. K. v. Trient: DS 1680]. 

Das regelmäßige Bekenntnis unserer läßlichen Sünden ist für uns eine Hilfe, unser Gewissen zu bilden,

gegen unsere bösen Neigungen anzukämpfen,

uns von Christus heilen zu lassen, 

im geistigen Leben zu wachsen. 

Wenn wir in diesem Sakrament öfter das Geschenk der Barmherzigkeit Gottes empfangen, wird es uns drängen, selbst barmherzig zu sein wie er [Vgl. Lk6,36]” (CCC1458).

Ich wünsche dir alles Gute auf dem Weg Gottes, segne dich und gedenke deiner im Gebet.

Pater Angelo