Fragen

Servus Pater,

Ich würde Sie gern etwas fragen denn ich befürchte, Opfer einer Zauberei oder einer Verfluchung geworden zu sein.

Lassen Sie mich erzählen. In Vergangenheit und auch in letzter Zeit sind mir sonderbare Dinge passiert.

Alle Leute mit denen ich etwas zu tun hatte, wandten sich nach zwei  Monaten plӧtzlich ohne Grund von mir ab… sowohl im Bereich der Liebe als auch der Freundschaft. 

Ich habe in meinem Leben authentische Hindernisse bemerkt. 

Neulich ist sogar meine Arbeit davon betroffen. Ständig bin ich von neidischen Menschen umgeben:  Freundinnen, die neidisch auf meine glänzende Schulkarriere sind, andere wiederum auf mein attraktives Aussehen, weswegen ich bei Jungen oft beliebter bin als sie.   

Ich habe obendrein auch noch Verwandte, die neidisch sind auf meine Familie und mich, z.B. auf meinen Hochschulabschluss. Diese Verwandten haben mich immer verflucht, mir schlimme Sachen gesagt,  auch meine Eltern, in Wut Momenten!

Für eine Weile schien es besser zu gehen, zumal ich mich dem Gebet  genähert hatte, bis dann letzten Sommer eine Zigeunerin an unsere Haustür klopfte. 

Da meine Mutter an Wahrsager und Zaubereien glaubt, sie damit früher sogar selbst in Kontakt getreten war, ließ sie diese Frau hereinkommen, in der Überzeugung, die Ursache meiner Beziehungsprobleme läge  an einen Schadenzauber.  Sie brachte mich also dazu, mir von dieser Zigeunerin die Hand lesen zu lassen.

Die Zigeunerin behauptete, ich sei vom “ bӧsen Blick” getroffen und dass sie ihn mir entfernen müsse, sonst wäre ich für immer ledig geblieben. Sie hat dann an einem Schal meiner Mutter eine Knotenmagie durchgeführt, und Heilige angerufen, sowie meinen Namen und den meiner Mutter. Schließlich überreichte sie mir  einen herzförmigen Stein, in dem sich  ein Bild von Maria der Knotenlӧserin befand.    

Da ich jedoch nicht an solche Sachen glaube, habe ich nach einiger Zeit alles verbrannt, was sie mir gegeben hatte.  

Von da an ist noch weiteres Unheil auf mich zugekommen (…).

Ich möchte noch erwähnen , dass in meiner Familie viel geflucht wird, keiner den Gottesdienst besucht, außer mir, sobald ich kann… Zur Beichte gehe auch nur ich und ich bete auch den Rosenkranz. Es ist nur, dass ich oft schwere Sünden begehe… 

Kennen Sie einen Weg, wie ich da rauskomme? Wie kann ich diese Flüche, die mir durch den Schadenzauber, der mir aufgelegt worden ist, brechen?

 Gibt es geweihte, wirkungsvolle Gegenstände, die ich tragen sollte, um mich zu schützen? Vielleicht einen Rosenkranz, die Wundertätige Medaille, das Kreuz des Hl. Benedikt, oder was sonst noch? 

Ich bitte Sie um ein paar Ratschlӓge. 

Danke Pater. 


Antwort des Priesters

Meine Liebe,

1. Kontakt zu Zauberer, Wahrsager usw. herstellen,  ist, als stelle man Kontakt zu unserem Feind  her! 

Aus diesem Grund verbot Gott im Alten Testament strengstens alle diese Praktiken.  

Wie du dich davon befreien kannst?

2. An erster Stelle durch die Beichte.

Du musst beichten, dass du akzeptiert hast, dir dein Leben von einer Zigeunerin lesen zu lassen und dass du ihren  Schadenzauber erlitten hast.  

Zusammen mit dieser Sünde musst du auch die anderen schweren Sünden beichten, da du mir ja schreibst, es gäbe andere.

Solange du nicht im Stand der Gnade bist, finden dein Feind und diejenigen, die dir Schlechtes wünschen, eine offene Tür, um in dich einzudringen. 

3. Deshalb ist eine gute und aufrichtige Beichte ablegen, das Erste, was du tun musst.  

Die Beichte befreit dich von der Sünde und von allen Bindungen, die dich unter dem Einfluß derjenigen halten, die auf dich neidisch sind.  Zweitens musst du Todsünden vermeiden: nichts kann dich treffen, wenn du im Stand der Gnade bist. 

Drittens: ich will nicht bestreiten, dass du vielleicht auch einen Befreiungssegen brauchst. 

Aber zuerst musst du Punkt 1 und 2 beachten, die ich dir bereits genannt habe.

4. Es hilft auch, einen geweihten Gegenstand bei sich zu haben, beispielsweise ein Kruzifix, die Wundertӓtige Medaille oder den Heiligen Rosenkranz.  Das alles reicht aber nicht aus, wenn wir unser Leben nicht mit der heiligmachenden Gnade bedecken. 

5. Die heiligmachende Gnade ist wie eine Hecke, die unseren Widersacher verhindert, uns zu schaden. 

Der Teufel selbst spricht von einer “Hecke”.  Er beschuldigt Gott, Job mit einer Hecke umhegt zu haben, so dass er ihm nicht schaden konnte.  (vgl. Job 1,10).

6. Auf ähnlicher Weise wird in der Heiligen Schrift der Stand der Gnade mit einer Rüstung verglichen, die uns vor dem Bӧsen schützt: “Mit seinen Flügeln schirmt dich der Herr, unter seinen Schwingen findest du Zuflucht. Schild und Schutz ist dir seine Treue.” (Ps 91,4).

Deshalb “wenn auch tausend fallen zu deiner Seite, zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen” (Ps 91,7).

7. Wie du siehst, rüstet Jesus die Seinen gut aus und beschützt sie. 

Wenn wir also nach Willen Gottes leben, brauchen wir keine Angst zu haben; im Gegenteil, sind wir es, die unseren Feinden Angst einflößen.

Ein Pfeil, der eine Rüstung trifft, prallt nämlich unvermeidlich zurück.  Und nicht selten wird gerade der Schütze davon getroffen..  

Ich wünsche dir alles Gute, bete Gott für dich und segne dich. 

Pater Angelo

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