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Frage

Lieber Padre Angelo, 

ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihre Arbeit und lobe Gott für die Gaben, die Er Ihnen gegeben hat.  Ihre Antworten ermöglichen es mir immer wieder, meine Kenntnisse über die Lehre zu bereichern (…). 

Nachdem ich vor drei Jahren meinen Job (unbefristete Stelle) verloren hatte, habe ich nach ungefähr einem Jahr eine neue Arbeitsstelle in einem Büro gefunden, mit dem ich als freie Mitarbeiterin zusammenarbeitete.  

Ich habe keinerlei Probleme damit, zuzugeben, diese neue Arbeitsstelle als wahrhaftige Gnade Gottes anzusehen.  Die Arbeitszeit ist  sehr günstig (auch dem Gebet wird viel Raum gewährt, so kann ich zum Beispiel zur Eucharistischen Anbetung gehen, die mitten in der Altstadt in einer kleinen Kirche gehalten wird und täglich zu diesem Zweck offen bleibt!).  

Obwohl es ein Teilzeitjob ist (fünf Stunden pro Tag), wird er gut bezahlt und meine professionellen Kompetenzen werden auch berücksichtigt.  Was die menschlichen Beziehungen angeht, kann ich auch nur sagen, dass das Arbeitsklima gut ist.  Alles in allem: wirklich eine wahre Gnade Gottes.

Nun komme ich zu den Einzelheiten dieser Gnade.  Im Oktober 2011 befand ich mich in einer Gebetsversammlung, und zwar bei der regionalen Versammlung der Charismatischen Erneuerung des Heiligen Geistes.  Während der von Salvatore Martinez gehaltenen Anbetung wurden wir darum gebeten, Gott durch eine von uns gegebene “Bezeichnung” zu loben:  inbrünstig und vertrauensvoll  habe ich dann wiederholt gesagt: “Ich lobe Dich, meinen Herr, weil Du für mich die Vorsehung bist”.   Ich muss noch hinzufügen, dass wir außerdem kurz vor dem Gedenktag der Rosenkranzmadonna standen (es war Oktober).  Das Rosenkranzgebet liegt mir nämlich sehr am Herzen. 

Nun gut, etwa zwei Wochen später meldete sich das Büro, mit dem ich zusammenarbeitete, und bot mir die Einstellung für ein Jahr an, die dann verlängert wurde.

Padre Angelo, ich gebe Ihnen gerne  meine Zustimmung, diese E-Mail mit dem Zeugnis  der, durch die Gnade erhaltenen Arbeitsstelle, zu verӧffentlichen, sollten Sie es für angebracht halten.  Ich glaube nämlich, dass dies eine Ermutigung für diejenigen sein kann, die in der Krise unserer Zeit ihren Job verloren haben.  

Ich bräuchte nun einen Ratschlag von Ihnen. Beim Lesen der E-Mails an “Dominikanische Freunde”,  habe ich bemerkt, dass viele den Wunsch verspüren, bestimmten “Kategorien” von Menschen ihr Gebet anzubieten:   sei es für die Verstorbenen, für die Bekehrung der Jugendlichen, für die Familien, usw. 

Aufgrund meiner Lebenserfahrung bete ich oft für Arbeitslose und Arbeitssuchende.  Kӧnnten Sie mir diesbezüglich vielleicht bitte ein paar Gebete oder Andachtspratiken empfehlen  (auch mit der Fürsprache einiger Heiliger, usw.)?

Könnte ich zu diesem Zweck auch eine Heilige Messe feiern lassen (ich biete sie schon persӧnlich an) ? 

Ich danke Ihnen sehr und mӧge Gott Sie segnen! 


Antwort des Priesters

Liebe Besucherin,

1. gern verӧffentliche ich deinen Zeugenbericht, auch um andere zu ermuntern, für die Sache der Arbeiter zu beten.  

Und ich nutze diese Gelegenheit, um daran zu erinnern, dass der Schutzpatron in wirtschaftlichen und arbeitsrechtlichen  Angelegenheiten der Hl. Josef ist.

2. Für diejenigen zu beten, die Arbeit suchen oder Arbeitsprobleme haben, ist eine sehr schöne Sache, weil sie mit wahrer christlicher Nächstenliebe für die Bedürftigen beseelt wird. 

3. Ich kenne Leute, die zu diesem Zweck täglich die Litaneien zum Hl. Josef beten. 

Ich kenne auch junge Leute, die ab und zu Messen für Arbeitslose und all jene, die um ihren Arbeitsplatz fürchten, lesen lassen.  

Ich fordere dich deshalb auf, zu diesem Zweck Messen feiern zu lassen, zumal dein Gehalt es dir erlaubt.  Der Herr wird dich für diesen Akt der Nächstenliebe großzügig  belohnen. 

4. Ein ganz gutes Gebet für alle Zwecke, aber vor allem für finanzielle Probleme, ist das vom Hl. Bernhard zu Ehren der Gottesmutter geschriebene Memorare, das aber auf gleicher Weise auch bei dem Hl. Josef Anwendung findet. 

Ich schreibe es dir hier auf:  

Gedenke, gütiger Heiliger Josef, es ist noch nie gehört worden, daß jemand, der zu dir seine Zuflucht genommen, deine Hilfe angerufen und um deine Fürsprache gefleht, von dir verlassen worden sei. Von solchem Vertrauen beseelt, nehme ich meine Zuflucht zu dir, Vater Jesu Christi und Jungfrau der Jungfrauen. Zu dir komme ich, vor dir stehe ich als armer sündiger Mensch. Vater des ewigen Wortes, verschmähe nicht meine Worte, sondern höre mich gnädig an und erhöre mich. Amen.

5. Ich kenne Leute, die es neunmal pro Tag beten, wie eine langanhaltende, unbefristete  Novene.

Ich habe auch selber viele, dem heiligen Josef zugeschriebene, Gebetserhörungen miterlebt, besonders bei finanziellen und beruflichen Schwierigkeiten.

Man kann wirklich sagen, dass keiner, der sich an den Heiligen Josef gewandt hat, verlassen worden ist.  

6. Ich möchte gern den schӧnen Zeugenbericht der Heiligen Teresa von Avila ins Gedächtnis rufen, in dem sie ausgerechnet die Fürsprache des Heiligen Josef empfiehlt. 

Die Hl. Teresa schreibt: “Als ich den Zustand sah, in dem mich die irdischen Ärzte versetzt hatten und wie ich schon in so jungen Jahren ganz verkrümmt war, beschloss ich, mich an die himmlischen Ärzte zu wenden und sie um die Gesundheit zu bitten, denn obwohl ich diese Krankheit mit viel Freude ertragen wollte, wollte ich auch heilen.  Manchmal dachte ich, wenn ich mir mit meiner Gesundheit Schaden zufügen müsste, wäre es besser gewesen, so zu bleiben, aber zusammen stellte ich mir vor, dass ich mit meiner Gesundheit dem Herrn besser dienen könnte. Hier ist unser Fehler: uns nicht in die Hände Gottes geben zu wollen, der besser als wir weiß, was das Beste für uns ist.

Ich begann, Messen feiern zu lassen und die, von der Kirche gebilligten Gebete, zu beten (…).

Dann nahm ich den glorreichen heiligen Josef zu meinem Fürsprecher und Anwalt und empfahl mich ihm mit Inbrunst. Dieser mein Vater und Beschützer half mir in der Not, in der ich mich befand, und in vielen anderen Ernsteren, in denen meine Ehre und die Gesundheit meiner Seele auf dem Spiel standen.

Ich habe deutlich sehen kӧnnen, dass seine Hilfe immer grӧßer ist,  als was ich hätte erhoffen kӧnnen. 

Ich erinnere mich nicht, jemals um eine Gnade zu ihm gebetet zu haben, ohne sie sofort erhalten zu haben.

Und es ist wunderbar, sich an die große Gunst zu erinnern, die der Herr mir erwiesen hat, und an die Gefahren für Seele und Körper, von denen er mich durch die Fürsprache dieses gesegneten Heiligen befreit hat.

Es scheint, dass Gott auch anderen Heiligen gewährt hat, uns in dieser oder jener Not zu helfen und ich habe erfahren, dass der glorreiche Heilige Josef seine Schirmherrschaft über sie alle ausbreitet.   Damit will Gott uns zu verstehen geben, dass Er auch im Himmel alles tut, was der Hl. Josef von Ihm verlangt wie einstmal auf Erden, wo Er ihm, dem Putativvater,  untertan war und seine Befehle befolgte. Dies haben auch andere Menschen erkannt, die sich auf meinen Rat hin seiner Schirmherrschaft empfohlen haben. Viele andere sind in letzter Zeit seine Anhänger geworden, weil sie diese Wahrheit erfahren haben.

Ich sorgte dafür, dass man seinen Festtag mit der grӧßten Feierlichkeit zelebrierte.  (…).

Aufgrund der großen Erfahrung, die ich mit den Gnadengaben des hl. Josef habe, möchte ich, dass jeder davon überzeugt wird, sich ihm zu ergeben.  Ich habe keinen kennengelernt, der ihn wirklich verehrt und ihm Dienste leistet, ohne in der Tugend Fortschritte zu erleben.

Er ist denen, die sich ihm empfehlen, eine große Hilfe.    

Bereits seit Jahren bitte ich ihn an seinem Festtag um Gnaden und mein Gebet ist stets erhӧrt worden.

Wenn meine Frage falsch formuliert ist, rückt er sie, zu meinem Wohl, gerade.  

Wenn meine Aussage maßgebend wäre, würde ich gerne ausführlicher auf die Gnaden eingehen, die dieser glorreiche Heilige mir und anderen gewährt hat, aber da ich die Grenzen, die mir auferlegt worden sind, nicht überschreiten möchte, werde ich mich in vielen Dingen kürzer fassen als ich möchte, und in anderen eventuell länger als nötig, so wie bei jemandem, der nicht gut einschätzen kann, was gut ist.   

Ich bitte nur, der Liebe Gottes wegen, dass diejenigen, die mir nicht glauben, es versuchen und aus Erfahrung sehen werden, wie vorteilhaft es ist, sich diesem glorreichen Patriarchen zu empfehlen und ihm ergeben zu sein.” (Vita, VI, 5-8). 

Ich danke dir noch einmal, schließe dich in mein Gebet ein und segne dich. 

Padre Angelo