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Frage
Guten Abend Pater,
ich bin 30, Journalistin und würde gern der Bruderschaft des Heiligen Rosenkranzes beitreten, denn seit langer Zeit fühle ich innerlich das Bedürfnis, beständiger den Rosenkranz zu beten. Mit Dankbarkeit möchte ich von den vielen Gnaden profitieren, die die Heiligste Jungfrau Maria durch die Teilnahme an Eure Bruderschaft versprochen hat.
Unter den Gnaden, die Maria dem seligen Alano versprochen hat, befindet sich insbesondere: “Ich habe von meinem Sohn erhalten, dass alle Mitglieder der Bruderschaft des Rosenkranzes, während ihres Lebens und in der Stunde des Todes, die Heiligen des Himmels als Brüder haben”.
Als andächtige Muttergottes-und Heiligenverehrerin, und auch von dem Wunsch beseelt, Gott mehr gefallen und im Glaubensweg wachsen zu können, wollte ich mich nun erkundigen, ob dieser Beitritt für mich möglich ist. Ich möchte diese rettende Marienverehrung auch weitergeben und an andere verbreiten. Auf Ihrer Webseite habe ich gelesen, dass dazu eine Anfrage mit Angabe des Wohnorts, Vorname und Nachname ausreicht.
In der Hoffnung, bald Ihre freundliche Antwort zu erhalten, grüße ich Sie herzlich.


Antwort des Priesters

  1. Liebe Besucherin,
    deine Bitte, Teil der Bruderschaft des Allerheiligsten Rosenkranzes zu werden, gibt mir die Gelegenheit, einige besonders wertvolle Dinge hervorzuheben.
    Du schreibst, dass du seit einiger Zeit in deinem Herzen den Drang verspürst, mit größerer Beständigkeit den Rosenkranz zu beten, um von den vielen, von der Muttergottes versprochenen Gnaden, zu profitieren.
    Nun, ohne jeden Zweifel kann ich dir sagen, dass dieser Impuls vom Herrn kommt. Er drückt dir aufs Herz, weil Er dir etwas Großes mitteilen möchte.
    Er ist es nämlich, „der den Willen weckt und nach seinen wohlwollenden Absichten wirkt“, wie die Heilige Schrift in Phil 2,13 es besagt.
  2. Diesbezüglich möchte ich gerne an das erinnern, was Gott der Heiligen Juliana von Norwich, einer englischen, 1416 verstorbenen Klausurnonne, mitteilte: „Ich bin die Grundlage deiner Fürbitte.
    Da ist zunächst einmal mein Wille, dir etwas zu geben.
    Dann bringe ich dich dazu, es zu wollen, danach dränge ich dich, darum zu bitten, und schließlich fragst du danach.
    Wie kann es sein, dass du es nicht bekommst? Alles, worum Gott uns zu bitten veranlasst, hat Er seit aller Ewigkeit für uns bestimmt. Deshalb ist Er zutiefst erfreut, wenn wir beten” (Offenbarungen der Gӧttlicher Liebe, Kap. 44).
  3. In ähnlicher Weise drückt sich die Hl. Theresia vom Kinde Jesu aus:“(der gute Gott) hat mich nie dazu gedrängt, etwas zu wollen, ohne es mir zu geben” (Geschichte einer Seele, 200).
  4. Unter den verschiedenen Versprechungen, die die Muttergottes dem Seligen Dominikaner Alain de la Roche gegeben hat, ist dir diese aufgefallen: “Ich habe von meinem Sohn erhalten, dass alle Mitglieder der Bruderschaft des Rosenkranzes, während ihres Lebens und in der Stunde des Todes, die Heiligen des Himmels als Brüder haben”.
    Es ist ein sehr trӧstliches Versprechen, denn du wirst dich nie einsam fühlen.
    Durch die Teilnahme an der Bruderschaft des Allerheiligsten Rosenkranzes kannst du dich einem geistlichen Heer in dir und an deiner Seite erfreuen.
    Es ist ein Heer von Menschen, das dich vor allem beim Beten begleitet: es betet mit dir und für dich.
  5. Der Hl. Johannes Chrysostomos sagt “Gott verweigert einer Vielzahl von Seelen, die beten, nichts” (2. Predigt über den zweiten Korintherbrief).
    Der gleichen Ansicht ist auch der Hl. Ambrosius, der behauptet “Die vielen Kleinen, die einmütig versammelt sind, sind groß, und es ist unmöglich, dass Gott sich nicht ihrer Gebete annimmt.” (Buch über die Buße, 2).
  6. Schließlich war es der Herr selbst, der uns empfohlen hat, gemeinsam zu beten, als er sagte: “Weiter sage ich euch: was auch immer zwei von euch auf Erden einmütig erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten” (Mt 18,19).
    Im Kommentar zu diesen Worten, sagt Cornelius A. Lapide: “Wenn auch nur zwei von euch mit einem Geist, einem Wunsch und einem Gebet im Glauben, in der Hoffnung, in der Demut und mit der gebührenden Beharrlichkeit um irgendeine gute Sache bitten, sei sie groß oder klein, leicht oder schwer, so wird sie von meinem Vater unfehlbar gewährt werden, wenn es zu eurem Besten ist; und wenn nicht, werdet ihr gewiss etwas anderes oder Besseres oder zumindest Gleichwertiges von ihm erhalten”.
  7. Aus diesem Grund sagt der Hl. Alphons von Liguori “es bringt größeren Nutzen, den Rosenkranz gemeinsam mit anderen Menschen zu beten, als allein” (Die Herrlichkeiten Mariä, 2,3).
    Nun sind die Mitglieder der Bruderschaft des Allerheiligsten Rosenkranzes, wenn sie den Rosenkranz beten materiell zwar allein, aber in Wirklichkeit ist es, als würden sie von einem authentischen betenden Heer begleitet.
  8. Daher freue ich mich sehr, dich anzumelden, und bin mir bewusst, dir damit einen großen Dienst zu erweisen.
    Und so, während andere Menschen durch die Weisheit der Welt nur flüchtige Realitäten suchen und sagen “bekränzen wir uns mit Rosen, ehe sie verwelken”, (Weish. 2,8) bekränzt du dich, in Gemeinschaft mit den Mitgliedern der Bruderschaft des Heiligen Rosenkranzes und allen Heiligen der Dominikanerfamilie, auch mit den Rosen, die vor Gott ewig währen, denn auch diese außergewöhnliche Gemeinschaft übernatürlicher Ordnung ist Teil dieser „Weisheit, die niemals vergeht” (Weish. 6,12).
    Ich wünsche dir alles Gute und segne dich. Und von diesem Moment an bist du dauerhaft ins Gebet des Heiligen Rosenkranzes eingeschlossen.
    Pater Angelo